
Repression funktioniert nicht
() vom 28.02.2010 - 13:14 Uhr
Im Rahmen der öffentlichen Anhörung zur Drogenpolitik der EU in der letzten Woche äußerte sich Carel Edwards, Vorsitzender der Drogenkontrolleinheit der Europäischen Kommission kritisch gegenüber der bisherigen Drogenpolitik: "wir wissen, dass Repression nicht funktioniert. Europa ist langsam auf dem Weg zu liberalerer Drogenpolitik."
Zweck der durch ENCOD initiierten Anhörung war die Vorstellung des Reuter-Trautmann Berichts, welcher die Auswirkungen der Drogenpolitik im globalen Markt der letzten 10 Jahre darstellt. Im Vergleich zu 1998 gibt es 2007 keinerlei signifikante Veränderung von Angebot und Nachfrage, einzig die Kosten der Repression steigen kontinuirlich an. Die öffentlichen Ausgaben für die Drogenpolitik in Europa belaufen sich auf jährlich 80 Euro pro Kopf - insgesamt 40 Milliarden Euro.
Zum Schluss der durch NGOs veranstalteten Anhörung einigten sich 35 der 40 Deligierten auf die Erklärung, dass restriktive Drogenpolitik mehr Schaden anrichtet, als sie gutes bewirkt. "Diese Politik weiterzuverfolgen wäre eine Art von krimineller Fahrlässigkeit Die Europäische Union weiß, dass Prohibition nicht funktioniert. Jetzt sollte sie auf der Basis dieses Wissens agieren", sagte Joep Oomen.
Neben der Empfehlung für EU Institutionen, innovative Strategien mit Delegationen von NAtionalregierungen sowie lokalen Behörden, Parlamentariern und sozialen Organisationen zu diskutieren, rief die Anhörung auch dazu auf, Cannabis für den persönlichen Bedarf anpflanzen zu dürfen und "generell eine Drogenpolitik zu machen, die Menschenrechte, individuelle Freiheiten und sozialen Zusammenhalt fördert.
Die Schlussfolgerungen der Anhörungen werden vom 8. bis 12. März 2010 in Wien präsentiert, beim Treffen der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen.
Quelle: Encod



























