
Wider besseres Wissen
(Politik) vom 27.01.2010 - 10:10 Uhr
Cannabis ist harmloser als Alkohol, und mit dem Rausch verbundene Risikofaktoren wie gewalttätige und gesetzwidrige Handlungen sowie Selbstüberschätzung sind auch allen voran dem Alkohol zuzuordnen. David Nutts Drogenranking vom Ende letzten Jahres hat für politischen Wirbel gesorgt, klassifiziert Nutt doch Cannabis auf Rang elf - hinter Alkohol und Nikotin. Prof. Nutt ist ein ausgewiesener Spezialist auf seinem Gebiet, und doch gab es bereits im Jahr 1969 die Erkenntniss, dass Cannabis weitaus weniger gefährlich ist als Alkohol.
Im seit einigen Wochen offenen Spiegel-Archiv findet sich dabei ein Artikel vom 01.09.1969 mit folgendem Wortlaut:
"Marihuana, so stellte das vom Innenministerium eingesetzte Komitee unter Leitung der Baronin Barbara Wootton, 72, nach zweijährigen Recherchen fest, sei nicht schädlicher als Alkohol und verleite auch nicht zum Genuß von Heroin oder anderen harten Drogen.
Die Gefahr krimineller Handlungen, so schätzt Lady Wootton, sei nach Alkoholgenuß ungleich höher als unter Marihuana-Einfluß.
Report-Mitarbeiter Dr. Nicolas Malleson, Direktor des Londoner Universitäts-Gesundheits-Dienstes: "Wenn mein Sohn ohne Sturzhelm Motorrad fährt, macht mir das mehr Sorge, als wenn er Pot rauchen würde.""
Amen.


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